Schwimm-Hilfsmittel für Erwachsene – was ist sinnvoll und hilft wirklich?

Schwimm-Hilfsmittel für Erwachsene – was ist sinnvoll und hilft wirklich?

 In Deutschland kann laut Umfragen der DLRG erschreckenderweise jeder vierte Erwachsene nicht schwimmen. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, z.B. ein versäumter Schwimmkurs als Kind, Angst vor dem Wasser oder Personen kommen aus einer Kultur, in der das Schwimmen lernen eher unüblich ist.

Egal, aus welchen Gründen genau jemand nicht schwimmen kann, eines haben die meisten Betroffenen gemeinsam: sie möchten etwas an der Situation ändern.      

Die Fähigkeit zu schwimmen kann Leben retten – entweder das eigene oder das von anderen Personen. Zudem schämen sich viele erwachsene Nichtschwimmer vor ihren Altersgenossen und verschweigen oft, dass sie nicht schwimmen können.

Neben den Nichtschwimmern gibt es aber auch viele Menschen, die gerne regelmäßig schwimmen gehen, sei es einfach nur als Ausgleich, aus Fitnessgründen oder zum Training. Im Training ist es üblich mit Schwimm-Hilfsmitteln zu trainieren, um z. B. die Technik oder die Ausdauer zu verbessern bzw. das Schwimmtraining effizienter zu machen.

Auch im Reha & Gesundheitsbereich ist Schwimmen ein bewährtes Mittel: Schwimmen gilt als besonders schonend für Gelenke und Bänder, gleichzeitig eignet es sich hervorragend dazu, Muskeln und Kondition aufzubauen. Für alle, die längere Zeit eine Bewegungseinschränkung hinnehmen mussten, etwa wegen einer Verletzung oder aus anderen Gründen, wie zum Beispiel einem Bandscheibenvorfall ist Schwimmen ideal.

Für alle Zielgruppen, Nichtschwimmer, Schwimm-Begeisterte, den Reha-Bereich sowie Sportler und Triathleten gibt es diverse Schwimm-Hilfsmittel, die das Bewegen im Wasser leichter machen.    

Schauen wir uns an, welche Hilfsmittel es gibt, um das Schwimmen (lernen) zu erleichtern bzw. effizienter zu gestalten.

Fangen wir beim Schwimmen lernen an und schauen, welche physischen Hilfsmittel es gibt und wie sinnvoll diese sind

Wenn Kinder Schwimmen lernen ist es völlig normal, dass physische Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Wenn es allerdings bei Erwachsenen ums Schwimmen lernen geht, kommt oft die Angst auf, sich lächerlich zu machen, wenn man Hilfsmittel benutzt, obwohl diese beim Schwimmtraining selbstverständlich genutzt werden.

Zunächst einmal muss zwischen Wasserspielzeug und Schwimmhilfen unterschieden werden.

Ersteres ist wohl vor allem am Strandkiosk oder Badesee zu bekommen, dabei handelt es sich zum Beispiel um Produkte wie aufblasbare Tiere, Palmen, Sessel, Luftmatratzen oder Wasserbälle. Sie tragen oft lediglich das CE-Zeichen oder die Kennzeichnung EN 71-1.

Wenn es sich bei einem Produkt um eine geprüfte Schwimmhilfe handelt, muss es die Kennzeichnung EN 13 138-1 tragen – eine Sicherheitsnorm, nach der alle Hilfsmittel zum Schwimmen lernen eingehend geprüft werden müssen.

Folgende handelsüblichen Hilfsmittel sind auf dem Markt zu finden:

Schwimmflügel

Sie sind der Klassiker, wenn Kinder Schwimmen lernen. Ihr Hauptzweck ist es, Menschen Auftrieb zu geben und sie sicher über Wasser zu halten. So wird man im Ernstfall vor dem Ertrinken bewahrt, sollte zum Beispiel Panik ausbrechen

Laut Experten sind sie beim Schwimmen lernen eher hinderlich. Sie schränken die natürlichen Schwimmbewegungen der Arme im Wasser ein, zudem ist es schwer, damit in die richtige Wasserlage zu kommen.

Es gibt auch Schwimmflügel für Erwachsene, aber aus den eben genannten Gründen würden wir eher davon abraten, beim Schwimmen lernen darauf zurück zu greifen.

Die Schwimmnudel oder Poolnudel

Die Schwimmnudel war ursprünglich eigentlich nur für den Bereich rund um das Aqua-Fitness gedacht, hat sich aber mittlerweile vielerorts auch als Hilfsmittel für den Schwimmunterricht durchgesetzt.

Sowohl Kinder als auch Erwachsene können bei Schwimmübungen auf dem Bauch und Rücken die Arme darauf ablegen und auf diese Weise ihren Gleichgewichtssinn im Wasser trainieren. Aufgrund der Bewegungsfreiheit des Nutzers, wobei gleichzeitig ausreichend Auftrieb gegeben ist, ist sie als sinnvolles Hilfsmittel für Schwimmanfänger einzustufen.

Im Schwimmtraining des Hobby- und Profibereichs wird die Schwimmnudel seltener eingesetzt.

Das Schwimmkissen

Viele Experten halten Schwimmkissen für das beste Hilfsmittel, um Schwimmen zu lernen.

Die Kissen bestehen in der Regel aus Baumwolle, d.h. es gibt auch keine Stöpsel oder Ventile, was unter anderem auch dafür sorgt, dass sie nur schwer kaputtgehen können.

Viele Modelle können mit einem Gurt am Oberkörper befestigt werden, sodass man sie im Wasser nicht verlieren kann. Die Armbewegungen sind zu keiner Zeit eingeschränkt und der Körper befindet sich automatisch in der richtigen Lage zum Schwimmen.

Erwachsene aufgepasst: viele Schwimmkissen sind für den Schwimmunterricht für Kinder konzipiert und haben lediglich eine Tragfähigkeit von 11 bis 60 Kilogramm – es gibt allerdings auch Modelle speziell für spätberufene Schwimmschüler, die mehr Gewicht tragen können.

Beim regulären Training für fortgeschrittene Schwimmer kommt dieses Hilfsmittel normalerweise nicht zum Einsatz, zum Schwimmen lernen können wir es aber auf jeden Fall empfehlen.

Das Schwimmbrett

Das Schwimmbrett ist das wohl bekannteste Hilfsmittel für den Wassersport.

Während das Schwimmkissen insbesondere ein Hilfmittel ist, um Auftrieb zu schaffen und Sicherheit im Wasser zu geben, ist das Schwimmbrett etwas mehr. Es unterstützt dabei das Beineschwimmen zu erlernen oder üben.

Das Schwimmbrett kann für jede Schwimmlage verwendet werden. Klemmt man es sich zwischen die Beine, kann sogar das Armeschwimmen geübt werden.

Es bietet es sowohl Kindern als auch Erwachsenen ein optimales Trainingsgerät.

Wie sieht es mit Schwimmbrillen aus?

Neben Badeanzug oder Badehose ist die Schwimmbrille der wichtigste Equipment-Bestandteil für erfahrene Schwimmer beim Training, sowie beim Baden im Freizeitbad oder Open Water. Zum einen schützt sie die Augen vor aggressivem Chlor und Schwebstoffen im Wasser und zum anderen ermöglicht eine gute Schwimmbrille die Orientierung im Becken und erst recht im Freiwasser.

Für einen Schwimmanfänger ist zunächst von einer Schwimmbrille abzuraten, denn man sollte sich mit allen Sinnen an einen Aufenthalt im Wasser gewöhnen und lernen, sich auch ohne Schwimmbrille im Wasser zu orientieren – nicht ohne Grund erfolgt beispielsweise die Schwimmabzeichen-Abnahme immer ohne Brille. Erst wenn man sich ohne Schwimmbrille im Wasser sicher fühlt, sollte man über eine regelmäßige Nutzung nachdenken.

Atemhilfsmittel zur Technikoptimierung

Eine korrekte Wasserlage und das Timing von Bein-und Armbewegung sind essentiell für eine gute Schwimmtechnik, vor allem beim Kraulen. Mit einem Schnorchel werden koordinative Elemente reduziert und ein konzentriertes Üben ermöglicht. Da der Kopf zum Atmen nicht gedreht werden muss, kann man sich ausschließlich auf die Technik der Arme, den Beinschlag und die Wasserlage konzentrieren.

Die Firma AMEO hat den Powerbreather, einen patentierten Schwimmschnorchel, entwickelt, um Profi- und Hobbysportler beim Schwimmtraining zu unterstützen und dieses effektiver zu gestalten. Sobald es daran geht, die Schwimmtechnik zu optimieren, ist der Powerbreather die ideale Unterstützung, um einen Schwimmer schnell auf das nächste Level zu bringen.

Außerdem ist der Powerbreather natürlich zum Schnorcheln geeignet.

Mit dem Powerbreather atmet man unter Wasser quasi genauso wie an Land, was es einem viel einfacher macht, sich auf seine Schwimmtechnik oder die Unterwasserwelt beim Schnorcheln zu konzentrieren. Beim Schwimmen mit dem Powerbreather kann man sowohl die Schwimmtechnik als auch die Atemtechnik trainieren. Hierfür stehen die verschiedenen Aufsätze (SPEED VENTS) mit unterschiedlichen Widerständen zur Verfügung. Der Powerbreather kann übrigens mit jeder gängigen Schwimmbrille genutzt werden

Natürlich kann er auch in Kombination mit anderen Hilfsmitteln eingesetzt werden, z.B. mit einem Schwimmbrett- oder Kissen.

Wenn du den Powerbreather als effektive Unterstützung bei deinem Schwimmtraining ausprobieren möchtest, kannst du den Schwimmschnorchel übrigens ganz entspannt 90 Tage lang testen. Schau gerne im Online Shop (verlinken) vorbei. Welcher der richtige Powerbreather für dich ist, kannst du mit diesem Test ermitteln.

Wo kann man Schwimmhilfen am besten kaufen und worauf sollte man achten?

Sowohl in Fachgeschäften als auch in Online-Shops gibt eine große Auswahl an Hilfsmitteln – wir raten Schwimmanfängern davon ab, diese gebraucht zu kaufen oder zum Beispiel bei Freunden auszuleihen, da bei älteren Produkten das Material oft schon in Mitleidenschaft gezogen wurde und sich auch die Sicherheits-Standards mit den Jahren geändert haben.

Beim Kauf sollte nicht nur auf das CE-Zeichen geachtet werden – hierbei handelt es sich lediglich um eine Selbsterklärung der Branche. Viel wichtiger hingegen ist das GS-Zeichen, bei dem die beiden Buchstaben für “geprüfte Sicherheit” stehen.

Ob man nun in einem Laden kauft oder online bestellt, bleibt jedem selbst überlassen – gerade beim Kauf von Schwimmhilfen für Erwachsene gehen viele lieber den Weg über den Online Shop.

Schwimmhilfen für Kinder sollte man allerdings immer “offline” kaufen, da es in diesem Fall sehr wichtig ist, dass die Kinder beim Aussuchen beteiligt sind und sich mit den Hilfsmitteln wohlfühlen.

Schwimmhilfen zum Training werden oft von Vereinen bzw. Trainern zur Verfügung gestellt, wenn man sich beispielsweise einen Schwimmtechnikkurs bucht. Auch der Powerbreather wird bei einigen Trainern im Schwimmtraining eingesetzt. Hier empfiehlt es sich dennoch nach einem Test einen eigenen Powerbreather zu erwerben. Auch wenn das Mundstück austauschbar ist und jeder sein präferiertes Mundstück frei wählen kann ist der eigene Powerbreather sicherlich hygienischer und kann zudem mit in den Urlaub zum Schnorcheln genommen werden.

Die Pflege ist ganz einfach: Spüle den Powerbreather nach jeder Benutzung mit Frischwasser aus und lasse ihn anschließend trocknen. Nimm dazu einfach die Ventilaufsätze (SPEED VENTS) am oberen Ende der Luftröhren ab.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass Schwimmhilfen keineswegs einen sicheren Schutz vor dem Ertrinken bieten – wenn überhaupt, kann das nur die klassische und zertifizierte Schwimmweste, die einen zum Beispiel auch bei einer Ohnmacht in der richtigen Lage über Wasser hält.

Wir raten ausdrücklich davon ab, sich das Schwimmen selbst beizubringen, dies wäre viel zu riskant. Es gibt in Deutschland flächendeckend Schwimmkurse für Erwachsene und Schwimmtrainer, die speziell für den Unterricht mit Erwachsenen ausgebildet wurden.

Informiere dich bei Interesse einfach im Internet über deine Region, wir sind uns sicher, dass du auf diese Weise den passenden Schwimmkurs für dich findest. Achte hierbei darauf, dass die Kurse maximal für 10 Leute gleichzeitig stattfinden, da nur so die nötige Aufmerksamkeit durch den Schwimmtrainer gewähreistet ist.

Egal wie, wo und mit welchen Hilfsmitteln du Schwimmen lernen, deine Schwimmtechnik optimieren oder es dir beim Schwimmen einfach leichter machen möchtest, wir beglückwünschen dich zu deiner Entscheidung und wünschen dir viel Erfolg!